Mayen

Mayen ist eine große kreisangehörige Stadt im Landkreis Mayen-Koblenz und Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Vordereifel. Mit 19.794 Einwohnern (31. Dezember 2025) ist sie nach Bad Neuenahr-Ahrweiler die zweitgrößte Stadt der rheinland-pfälzischen Eifel und als Mittelzentrum ausgewiesen. Bis zum 6. November 1970 war sie außerdem Verwaltungssitz des Landkreises Mayen.

Warum „Tor zur Eifel“

Westlich, nördlich und südwestlich der Stadt erhebt sich die Eifel in einer Geländestufe; nach Osten öffnet sich die Landschaft zum flach auslaufenden Koblenz-Neuwieder Becken. Daher der Beiname „Mayen, das Tor zur Eifel“ — man merkt beim Hinausfahren, dass das Gebirge hier anfängt.

Den Titel führen mehrere Orte: Roetgen trägt ihn seit 2012 offiziell für den Nordwesten, Euskirchen gilt vielen als Eingang von Norden. Mayen ist das Tor von Osten.

Das Flüsschen Nette durchfließt die Stadt von der Eifel kommend Richtung Weißenthurm am Rhein — dieselbe Nette, deren einer Quellfluss in Arft entspringt.

Töpfereien und Mühlsteine

Bereits zur Zeitenwende lag Mayen an der wichtigen Römerstraße Trier–Andernach. Vom Ende des 3. Jahrhunderts bis ins Mittelalter waren hier Töpfereien angesiedelt, deren Produkte in ganz Mitteleuropa Verbreitung fanden.

Dazu kamen die Steinbrüche im Umfeld: Basalt wurde zu Mühlsteinen verarbeitet, Tuff zu Sarkophagen. Das ist derselbe Rohstoff, der auch Mendig und Rieden geprägt hat — die Osteifel ist ein Steinbruchrevier, und das seit zweitausend Jahren.

Die Basaltlava- und Schieferbetriebe gibt es bis heute; die Grube Katzenberg wurde allerdings 2019 geschlossen. Über der Stadt steht die Genovevaburg, dazu eine erhaltene mittelalterliche Stadtbefestigung.

Anreise

Mayen liegt nahe der A 61 (Köln–Ludwigshafen) und der A 48 (Trier–Koblenz); durch das Stadtgebiet führen die Bundesstraßen 256, 258 und 262.

Mit der Bahn ist Mayen ungewöhnlich gut erschlossen: Es gibt zwei Zugangsstellen — Bahnhof Mayen Ost und Haltepunkt Mayen West — an der Eifelquerbahn von Andernach über Mendig und Mayen nach Kaisersesch. Ein dritter Haltepunkt, Mayen Mitte, ist geplant.

Die Genovevaburg in Mayen
Die Genovevaburg

Karte

Bildnachweis: Bild Mayen 001x von Wolkenkratzer, lizenziert unter CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons. Für dieses Portal auf 1920 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.
Bild im Text: Genovevaburg 02 von Blueduck4711, lizenziert unter CC BY-SA 3.0, über Wikimedia Commons. Für dieses Portal auf 1920 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.

Quellen

  • Wikipedia: Mayen — Einwohnerzahl zum 31.12.2025, zweitgrößte Stadt der rheinland-pfälzischen Eifel, Kreissitz bis 6.11.1970, Lage und Beiname, Nette, Römerstraße Trier–Andernach, Töpfereien und Steinbrüche, Grube Katzenberg, Autobahnen und Eifelquerbahn

Stand der Angaben: 27.08.2026.