Kall

Kall ist eine Gemeinde im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen und liegt in der Nordeifel — nach eigener Beschreibung „im Dreieck zwischen Köln, Aachen und Trier“. Am 31. Dezember 2025 lebten in der Gemeinde 11.133 Menschen, verteilt auf 23 Ortsteile. Das Gemeindegebiet liegt zwischen 399 und 538 Metern über Normalhöhennull.

Der namengebende Kallbach mündet in die Urft. Die größten Ortsteile sind Kall selbst mit 5.105 Einwohnern, Sötenich (992), Keldenich (859), Sistig (739) und Golbach (580).

Kloster Steinfeld

Das bedeutendste Bauwerk im Gemeindegebiet ist Kloster Steinfeld. Es ist der Grund, aus dem die meisten auswärtigen Besucher überhaupt nach Kall fahren — und es lohnt den Umweg auch dann, wenn man eigentlich auf dem Weg woandershin ist.

Die ehemalige Prämonstratenserabtei Kloster Steinfeld im Kaller Ortsteil Steinfeld
Kloster Steinfeld im Ortsteil Steinfeld

Der Pingenwanderpfad

Die Eifel war jahrhundertelang Bergbauland, und Kall macht diese Vergangenheit begehbar: Der Pingenwanderpfad ist rund zwölf Kilometer lang und führt durch die Montangeschichte der Gegend. Pingen sind trichterförmige Einbrüche über eingestürzten alten Grubenbauen — man sieht dem Wald an, dass unter ihm gearbeitet wurde.

Wer diesen Strang weiterverfolgen will: In Mechernich gibt es das Bergbaumuseum mit Besucherbergwerk und einen eigenen bergbauhistorischen Wanderweg.

Der Regierungsbunker

Im Gemeindegebiet liegt der Regierungsbunker der nordrhein-westfälischen Landesregierung mit 100 Zimmern, angelegt zwischen den sechziger und achtziger Jahren. Er gehört in dieselbe Reihe wie der Bundesbankbunker in Cochem und der Westwall: Bauwerke, die die Eifel ihrer Randlage an der Westgrenze verdankt.

Anreise

Kall ist für Eifelverhältnisse ungewöhnlich gut erreichbar. Der Bahnhof Kall liegt an der Eifelstrecke und wird von den Linien RE 12, RE 22 und RB 24 bedient. Über die Bundesstraße 266 ist der Ort unmittelbar erschlossen; die A 1 lässt sich über drei Anschlussstellen erreichen — Wißkirchen, Bad Münstereifel/Mechernich und Nettersheim.

Durch das Gemeindegebiet führt außerdem der Eifelsteig. Weitere Wanderungen sammelt In der Eifel wandern.

Aus der Geschichte

Die heutige Gemeinde entstand im Juli 1969 durch die Eingliederung von sieben bis dahin selbstständigen Gemeinden. Im Januar 1972 wurden einzelne Ortsteile nach Hellenthal, Mechernich und Schleiden umgegliedert. Das Wappenrecht erhielt die Gemeinde 1974.

Karte

Bildnachweis: Bild Eifel-Express Kall von Busbahnhof, lizenziert unter CC BY-SA 3.0, über Wikimedia Commons. Für dieses Portal auf 1920 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.
Bild im Text: Steinfeld Kloster 102 von GFreihalter, lizenziert unter CC BY-SA 3.0, über Wikimedia Commons. Für dieses Portal auf 1920 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.

Quellen

  • Wikipedia: Kall — Einwohnerzahl zum 31.12.2025, Höhenlage, Ortsteile mit Einwohnerzahlen, Kloster Steinfeld, Pingenwanderpfad, Regierungsbunker, Bahn- und Straßenanbindung, Gebietsreform 1969 bis 1974

Stand der Angaben: 27.08.2026. Öffnungszeiten von Kloster Steinfeld nennen wir bewusst nicht — sie ändern sich.