Enkirch ist eine Ortsgemeinde an der Mosel unterhalb von Traben-Trarbach und gehört zur gleichnamigen Verbandsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich. Am 31. Dezember 2025 lebten hier 1.375 Menschen.
Der Ort liegt etwa neun Kilometer nordöstlich von Bernkastel-Kues und 19 Kilometer südlich von Cochem auf der rechten Moselseite bei Moselkilometer 102. Dort münden Ahringsbach und Großbach aus dem Hunsrück; bei Moselkilometer 103 liegt die Staustufe Enkirch.
Zur Einordnung: Das Moseltal gehört geographisch nicht zur Eifel — Enkirch liegt sogar auf der Hunsrückseite des Flusses. Für Eifelreisende ist der Ort ein naheliegendes Ausflugsziel, ein Eifelort ist er nicht.
Der Name: „eine Kirche“
Der Ortsname entwickelte sich über die Stufen Anchiriacum — „eine Kirche“ — Ankaracha, Anckircha, Enkricha zu Enkirch. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 733.
Besiedelt war das Gebiet lange vorher: Die ersten Siedlungsspuren werden dem 3. Jahrtausend vor Christus zugeordnet. Die Fundstücke sind in den Enkircher Heimatstuben ausgestellt.
Die Fähre nach Kövenig
Zwischen Enkirch und dem gegenüberliegenden Kövenig pendelt eine kleine Motorfähre. Das derzeitige Fährschiff heißt Enkirch und bringt Wanderer und Radfahrer über den Fluss — Motorfahrzeuge müssen die nächste Brücke bei Reil nehmen.
Für Radtouren ist das ein relevantes Detail: Der Moselradweg verläuft auf beiden Ufern, und wer die Seite wechseln will, ist auf solche Fähren angewiesen. Touren sammelt der Beitrag Radtour in die Eifel.
Anreise
Enkirch liegt an der Bundesstraße 53 sowie den Landesstraßen 192 und 193. Einen eigenen Bahnhof hat der Ort nicht; die nächste Station der Moselwein-Bahn liegt in Kövenig auf der anderen Flussseite, der nächste Fernbahnhof in Bullay.
Karte
Bildnachweis: Bild Enkirch-Mosel-River01 von Bert from Netherlands, lizenziert unter CC BY 2.0, über Wikimedia Commons. Für dieses Portal auf 1920 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.
Quellen
- Wikipedia: Enkirch — Einwohnerzahl zum 31.12.2025, Lage bei Moselkilometer 102 und Staustufe, Namensentwicklung aus Anchiriacum, Ersterwähnung 733, Siedlungsspuren aus dem 3. Jahrtausend v. Chr., Heimatstuben, Fähre Enkirch–Kövenig, B 53 und Landesstraßen
Stand der Angaben: 27.08.2026. Betriebszeiten der Fähre nennen wir bewusst nicht — sie ändern sich saisonal.