Bitburg

Bitburg ist eine verbandsfreie Stadt und Kreisstadt des Eifelkreises Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz, Sitz der Verbandsgemeinde Bitburger Land und des Amtsgerichts. Mit 15.559 Einwohnern (31. Dezember 2025) ist sie die größte Stadt der Südeifel und in der Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen. Sie liegt etwa 30 Kilometer nördlich von Trier im Bitburger Gutland; durch das Stadtgebiet fließen die Nims und die Kyll.

Vicus Beda: die römische Gründung

Bitburg liegt etwa einen Tagesmarsch nördlich von Trier — und genau deshalb gibt es die Stadt. Vor rund 2.000 Jahren wurde sie als Raststation an der Verkehrsachse von Lyon über Metz und Trier nach Köln gegründet. Der erste überlieferte Name lautet Vicus Beda.

Von dieser Zeit ist mehr geblieben als der Name: Die Römermauer steht noch, zusammen mit Rathaus und Liebfrauenkirche. Im Bereich der Ortsteile Mötsch und Masholder wurden Steinbeile aus der Jungsteinzeit gefunden — eine dauerhafte Besiedlung des Gebiets ließ sich für diese frühe Zeit allerdings bislang nicht nachweisen.

Bitburg gehört damit in dieselbe Reihe wie Jünkerath an derselben Achse und Trier als deren Ausgangspunkt.

Turm C des spätrömischen Kastells an der Römermauer in Bitburg
Turm C des spätrömischen Kastells an der Römermauer

Die Brauerei

Das bekannteste Unternehmen und zugleich Wahrzeichen der Stadt ist die Bitburger Brauerei. Sie ist für viele der einzige Berührungspunkt mit dem Ort — der Name steht bundesweit auf Etiketten, während die Stadt selbst wenig bekannt ist.

Vom Militärflugplatz zum Gewerbepark

Der Flugplatz Bitburg war im Kalten Krieg ein Militärflugplatz der US Air Force und hieß Bitburg Air Base. Seit etwa 1995 wurde der ehemalige NATO-Stützpunkt unter dem Namen „Gewerbepark Flugplatz Bitburg“ zu einem rund 500 Hektar großen Industrie- und Gewerbeareal umgebaut; inzwischen haben sich dort 180 Unternehmen niedergelassen.

Heute ist er ein Verkehrslandeplatz mit Nachtfluggenehmigung, betrieben von den Landkreisen Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Trier-Saarburg, der Stadt Trier und weiteren Trägern.

Das ist eine Geschichte, die die Eifel öfter erzählt: Was aus militärischer Vorsorge entstand, wird später zivil genutzt — wie die NS-Ordensburg Vogelsang oder die Bunkeranlagen des Westwalls.

Anreise

Die wichtigste Verbindung ist die Bundesstraße 51 als Nord-Süd-Achse. Einen Personenbahnhof hat Bitburg nicht mehr; wer mit der Bahn kommt, fährt nach Gerolstein oder Trier und weiter mit dem Bus.

Wanderungen und Radtouren in der Südeifel sammeln die Beiträge In der Eifel wandern und Radtour in die Eifel.

Karte

Bildnachweis: Bild Bitburg (Eifel); Katholische Pfarrkirche Liebfrauen von Colling-architektur, lizenziert unter CC BY-SA 3.0, über Wikimedia Commons. Für dieses Portal auf 1920 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.
Bild im Text: Bitburg (Eifel); Römische Stadtmauer a von Colling-architektur, lizenziert unter CC BY-SA 3.0, über Wikimedia Commons. Für dieses Portal auf 1920 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.

Quellen

  • Wikipedia: Bitburg — Einwohnerzahl zum 31.12.2025, Kreisstadt und Mittelzentrum, Lage im Bitburger Gutland, Vicus Beda und Römermauer, Bitburger Brauerei, Flugplatz und Gewerbepark seit 1995, B 51

Stand der Angaben: 27.08.2026.