Jünkerath

Jünkerath ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz, staatlich anerkannter Erholungsort und in der Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen. Am 31. Dezember 2025 lebten hier 1.772 Menschen. Im Ort sitzt ein Bürgerbüro der Verbandsgemeinde Gerolstein.

Jünkerath liegt mit dem Ortsteil Glaadt im Kylltal. Geologisch gehört der Ort zur Kalkeifel — nicht zum Vulkanfeld, das weiter östlich liegt.

Icorigium: der römische Ursprung

Der Name „Jünkerath“ leitet sich von Icorigium ab — einer Station an der Römerstraße Trier–Köln. Sie ist bereits auf der Tabula Peutingeriana aus dem 4. Jahrhundert verzeichnet, jener spätantiken Straßenkarte, die als mittelalterliche Kopie erhalten geblieben ist.

Damit steht Jünkerath in derselben Reihe wie Trier und die römische Eifelwasserleitung bei Euskirchen: Die Eifel war für Rom kein Randgebiet, sondern Durchgangsland zwischen zwei bedeutenden Städten.

Die Eisenhütte

Das heutige Gemeindegebiet gehörte zur reichsunmittelbaren Herrschaft Jünkerath, die seit dem 15. Jahrhundert im Besitz der Grafen zu Manderscheid-Blankenheim war. Im Jahr 1687 gründete Graf Salentin Ernst von Manderscheid-Blankenheim hier eine Eisenhütte, aus der sich später die Jünkerather Gewerkschaft entwickelte.

Diese Industriegeschichte prägt den Ort bis heute — am Kreisel steht die Figur eines Eisengießers. Ein Ort mit Fabrik statt Fachwerkidylle: In der Eifel ist auch das eine verbreitete Geschichte, siehe die Bleibergbaustadt Mechernich.

Anreise

Der Bahnhof Jünkerath mit seinem denkmalgeschützten Empfangsgebäude liegt an der Eifelstrecke Köln–Euskirchen–Gerolstein–Trier. Dort verkehren:

  • RE 12 „Eifel-Mosel-Express“ Köln–Euskirchen–Gerolstein–Trier
  • RE 22 „Eifel-Express“ Köln–Euskirchen–Gerolstein, mit Durchbindung nach Trier (RB 22)
  • RB 24 „Eifel-Bahn“ Köln–Euskirchen–Kall, in der Hauptverkehrszeit bis Gerolstein

Seit Dezember 2023 verbindet außerdem die Buslinie 540 Jünkerath über Stadtkyll mit Prüm, im Zweistundentakt.

Karte

Bildnachweis: Bild Bahnhof Jünkerath Denkmal von Rosemoon, lizenziert unter CC BY-SA 3.0, über Wikimedia Commons. Für dieses Portal auf 1920 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.

Quellen

  • Wikipedia: Jünkerath — Einwohnerzahl zum 31.12.2025, Erholungsort und Grundzentrum, Lage im Kylltal und Kalkeifel, Icorigium und Tabula Peutingeriana, Herrschaft Manderscheid-Blankenheim, Eisenhütte 1687, Bahnlinien
  • Wikipedia: Stadtkyll — Buslinie 540 seit Dezember 2023

Stand der Angaben: 27.08.2026. Fahrpläne ändern sich — die aktuellen Angaben stehen bei den Verkehrsverbünden.