Adenau ist eine Stadt in der südlichen Ahreifel, gehört zum Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz und ist Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Adenau. Am 31. Dezember 2025 lebten hier 2.943 Menschen. In der Landesplanung ist Adenau als Mittelzentrum ausgewiesen.
Die Stadt trägt den Beinamen „Johanniterstadt“ — hier bestand seit dem Mittelalter eine der ältesten Johanniter-Kommenden Deutschlands.
Lage: im Tal, am Ring
Adenau liegt im Tal des Adenauer Bachs, eines rechten Zuflusses der Ahr, der hier den Exbach, den Mittelbach, den Näßbach und den Krekelbach aufnimmt. Rundherum erheben sich der Hüstert im Nordwesten, der Kirchberg und die Breite Heide im Norden sowie die Kallenhard im Süden. Das Stadtgebiet umfasst den Staatsforst Adenau und das Landschaftsschutzgebiet „Rhein-Ahr-Eifel“ und erreicht im äußeren Nordosten auf der Hohen Acht — der höchsten Erhebung der Eifel — seinen höchsten Punkt.
Der Stadtteil Breidscheid liegt innerhalb der Nordschleife des Nürburgrings, die zwischen den Streckenabschnitten Adenauer Forst und Exmühle unmittelbar am Stadtteil Adenau vorbeiführt. Für viele Besucher ist das der eigentliche Grund, hierher zu kommen.
Der historische Marktplatz
Im Zentrum steht ein Ensemble historischer Gebäude, von denen einige unter Denkmalschutz stehen; der Marktbrunnen wurde aus Basaltsäulen errichtet.
Das Haus Stein am Markt 8 von 1630 steht seit 1992 unter dem Schutz der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten — ein seltener Status für ein einzelnes Wohnhaus. Das Fachwerkhaus hat drei vorkragende Geschosse über einem Gewölbekeller und einen verschieferten Schweifgiebel. Die schmiedeeiserne Dachfahne mit den Initialen des Erbauers Theodor Hütten und der Jahreszahl 1630 heißt seit alters her „Schwedenfahne“ — vermutlich, weil der Bau in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges fiel, als das schwedische Heer die Gegend zeitweise besetzt hielt.
Zwei Museen
- Das Eifeler Bauernhaus-Museum in der Schulstraße zeigt ein typisches Bauernhaus des 19. Jahrhunderts, von der Milchküche bis zur guten Stube originalgetreu eingerichtet
- Das Heimat-, Zunft- und Johannitermuseum auf dem Kirchplatz beherbergt eine Nagelschmiede und eine Sammlung von Werkzeugen der in Adenau ansässigen Handwerker
Die Johanniter
992 wurde Adenau erstmals in einer Urkunde König Ottos III. als „Adenova“ erwähnt. Im Hochmittelalter gehörte der Ort zum Herrschaftsgebiet der Grafen von Are-Nürburg, die ihre Grafschaft 1246 dem Erzstift Köln schenkten.
1162 schenkte Graf Ulrich von Are seinen Herrenhof in Adenau den Johannitern. Damit wurde Adenau nach Duisburg und Werben an der Elbe zur drittältesten Niederlassung dieses Ordens in Deutschland. Die Ordensbrüder pflegten zunächst Kranke und Pilger; bis 1518 war der Komtur zugleich Pfarrer von Adenau in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer.
1490 siegelten die Schöffen des Gerichts Adenau bereits mit dem heutigen Stadtwappen. Vor 1600 erhielt die Stadt ein Marktprivileg mit vier großen Jahrmärkten.
Anreise
Der Bahnhof Adenau war Endstation der Ahrtalbahn, die inzwischen in Ahrbrück endet. Um 1920 war eine Weiterführung über Kelberg nach Rengen an die Eifelquerbahn geplant, die nie gebaut wurde. Heute erreicht man Adenau mit dem Auto oder dem Bus. Wanderungen im Umfeld sammelt In der Eifel wandern.

Karte
Bildnachweis: Bild Adenau 005x von Wolkenkratzer, lizenziert unter CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons. Für dieses Portal auf 1920 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.
Bild im Text: Adenau 01 von Thomas Hummel, lizenziert unter CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons. Für dieses Portal auf 1920 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.
Quellen
- Wikipedia: Adenau — Einwohnerzahl zum 31.12.2025, Mittelzentrum und Beiname Johanniterstadt, Lage am Adenauer Bach und zur Hohen Acht, Breidscheid und Nordschleife, Marktplatz und Haus Stein am Markt 8 (1630, Haager Konvention seit 1992), Bauernhaus- und Heimatmuseum, Ersterwähnung 992, Schenkung an die Johanniter 1162, Stadtwappen 1490, Marktprivileg vor 1600, Ahrtalbahn
Stand der Angaben: 27.08.2026. Öffnungszeiten der Museen nennen wir bewusst nicht — sie ändern sich saisonal.