Prüm ist eine Stadt in der Westeifel, ehemalige Kreisstadt und heute Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Am 31. Dezember 2025 lebten hier 5.276 Menschen. Die Stadt ist staatlich anerkannter Luftkurort und in der Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen.
Sie liegt am Tettenbach und an der Prüm — einem Nebenfluss der Sauer — am Fuß des Schneifel-Höhenzuges zwischen Ardennen und Eifel, auf einer Höhe ab 420 Metern. Prüm ist namensgebend für die größte der devonischen Kalkmulden der Eifel: die 240 Quadratkilometer große Prümer Kalkmulde.
Das Kloster und Karl der Große
Im Jahr 721 gründeten Bertrada die Ältere und Charibert hier mit Mönchen aus dem Kloster Echternach ein Kloster. 752 folgte eine erneute Gründung durch König Pippin mit Benediktinermönchen. Die Weihe der Klosterkirche St. Salvator nahm im Jahr 799 Papst Leo III. vor — im Beisein Karls des Großen.
Damit gehört Prüm zu den bedeutendsten Orten der Karolingerzeit im deutschen Südwesten. Etwa zwischen 891 und 919 entstand hier das Liber aureus von Prüm, die bedeutendste Urkundensammlung aus der Karolingerzeit. Aus dem 10. und 11. Jahrhundert haben sich zwei bebilderte Handschriften erhalten, darunter das Prümer Tropar.
Diese Urkundensammlung ist auch für die Nachbarorte von Bedeutung: Rommersheim verdankt ihr seine erste urkundliche Erwähnung im Jahr 762.
Wirtschaft
Zu den größten Arbeitgebern der Region gehören MUH Arla, die Stihl AG, Streif, das Prüm-Türenwerk und Tesla Automation. MUH Arla — nach eigenen Angaben Europas größter H-Milch-Hersteller — sitzt im zehn Kilometer entfernten Pronsfeld.
Die Westeifelbahn
Am 22. Dezember 1883 wurde Prüm mit der Eröffnung der Westeifelbahn von Gerolstein an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Im Oktober 1886 wurde die Verbindung über Pronsfeld bis nach Bleialf erweitert, zwei Jahre später waren Fahrten bis St. Vith möglich. Ab Pronsfeld entstanden Stichstrecken nach Waxweiler und Arzfeld–Neuerburg.
Der Personenverkehr wurde am 28. Mai 1972 zwischen Prüm und Pronsfeld eingestellt, ab Gerolstein am 27. September 1980. Heute erreicht man Prüm mit dem Bus — seit Dezember 2023 unter anderem über die Linie 540 von Jünkerath über Stadtkyll.

Karte
Bildnachweis: Bild Prüm 008x von Wolkenkratzer, lizenziert unter CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons. Für dieses Portal auf 1920 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.
Bild im Text: Sankt-Salvator-Basilika (Prüm) 25 von Thomas Hummel, lizenziert unter CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons. Für dieses Portal auf 1920 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.
Quellen
- Wikipedia: Prüm — Einwohnerzahl zum 31.12.2025, Luftkurort und Mittelzentrum, Lage und Prümer Kalkmulde, Klostergründungen 721 und 752, Weihe 799, Liber aureus, Prümer Tropar, größte Arbeitgeber, Westeifelbahn 1883 bis 1980
- Wikipedia: Stadtkyll — Buslinie 540 seit Dezember 2023
Stand der Angaben: 27.08.2026. Öffnungszeiten der Basilika und des Konvents nennen wir bewusst nicht — sie ändern sich.