Mechernich

Mechernich liegt im Kreis Euskirchen am Nordrand der Eifel, im Naturpark Nordeifel und in Sichtweite des Nationalparks. Für Besucher ist der Ort vor allem eines: ein Startpunkt. Wer von Norden in die Eifel fährt, kommt hier an — und findet mit den Kakushöhlen, dem Bergbaumuseum und dem Freilichtmuseum Kommern drei Ziele, die inhaltlich nichts miteinander zu tun haben und gerade deshalb einen abwechslungsreichen Tag ergeben.

Die Kakushöhlen

Die Kakushöhle — genauer: drei zusammenhängende Höhlen in einem Travertinfelsen — ist das ungewöhnlichste Ziel im Stadtgebiet. Die Stadt Mechernich nennt sie „Große Kirche“, „Dunkle Kammer“ und „Kaltes Loch“. Die Große Kirche misst etwa 8 mal 10 Meter bei rund fünf Metern Höhe.

Interessant ist weniger der Fels als das, was darin gefunden wurde: Steingeräte von Neandertalern, Tierknochen, Überreste von Höhlenbären und drei Feuerstellen, deren Alter auf 80.000 bis 50.000 Jahre vor Christus geschätzt wird. Dazu kommt eine keltische Abfallgrube — der Platz war also über sehr lange Zeiträume hinweg in Gebrauch.

Der Zugang ist unkompliziert: Vom Parkplatz führen Treppen zu den einzelnen Höhlenteilen. Seit 1977 sichert eine Betonwand den Fels. Direkt am Parkplatz gibt es eine Einkehrmöglichkeit.

Bergbaumuseum und Besucherbergwerk Grube Günnersdorf

Mechernich war jahrhundertelang eine Bleibergbaustadt. Nach Darstellung der Stadt schürften hier bereits vor mehr als 2.000 Jahren Kelten und Römer nach Bleierzen. Das Bergwerk wurde 1957 stillgelegt; in den neunziger Jahren wurden Teile davon wieder freigelegt und als Besucherbergwerk Grube Günnersdorf zugänglich gemacht.

Über das ehemalige Betriebsgelände führt ein bergbauhistorischer Wanderweg von etwa 10 bis 12 Kilometern. Die auffälligsten Zeugnisse stehen weithin sichtbar in der Landschaft: der „Lange Emil“, ein 134 Meter hoher Schornstein aus den sechziger Jahren, der Malakowturm und der Baltesbendener Weiher.

LVR-Freilichtmuseum Kommern

Im Ortsteil Kommern liegt eines der großen Freilichtmuseen Deutschlands. Auf dem Gelände stehen nach Angabe der Stadt rund 75 Gebäude aus verschiedenen Regionen des Rheinlands, abgetragen und hier wieder aufgebaut. Gezeigt wird das ländliche Leben vom 15. bis ins 19. Jahrhundert; dazu kommt die Dauerausstellung WirRheinländer.

Für Familien ist das der verlässlichste Programmpunkt in Mechernich: viel Platz, viel zum Anfassen, und bei Regen genug überdachte Fläche.

Ausstellungsgebäude im LVR-Freilichtmuseum Kommern
Ausstellungsgebäude im LVR-Freilichtmuseum Kommern

Mechernich als Tor zum Nationalpark

Mechernich führt den Beinamen Nationalpark-Stadt. Von hier aus ist der Nationalpark Eifel in kurzer Fahrzeit erreichbar — praktisch für alle, die von Köln oder Bonn kommen und die Anfahrt kurz halten wollen. Wanderungen im Umfeld sammelt der Beitrag In der Eifel wandern.

Karte von Mechernich

Bildnachweis

Beitragsbild: Mechernich (Eifel); Kakushöhle l von Colling-architektur, lizenziert unter CC BY-SA 3.0, über Wikimedia Commons. Für dieses Portal auf 1920 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.
Bild im Text: Ergänzungsbau-Ausstellungsgebäude Rheinisches Freilichtmuseum Kommern – 8075 von Elke Wetzig, lizenziert unter CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons. Für dieses Portal auf 1920 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.

Quellen und weiterführende Links

Öffnungszeiten und Eintrittspreise stehen bewusst nicht hier — sie ändern sich saisonal. Die aktuellen Angaben führen die verlinkten Seiten. Stand der Angaben: 25.08.2026.