Zülpich

Zülpich ist eine Stadt im Kreis Euskirchen mit 21.906 Einwohnern (31. Dezember 2025) auf 101,01 km², gelegen auf 180 m ü. NHN.

Zur Einordnung: Zülpich liegt in der Zülpicher Börde, einer Landschaft der Niederrheinischen Bucht zwischen der Eifel im Südwesten und der Kölner Bucht im Nordosten. Ein Eifelort im engeren Sinne ist es nicht — für Eifelreisende aus Köln und Bonn ist es aber die Stadt, an der die Anfahrt beginnt.

Tolbiacum

Die Römerstadt mit dem lateinischen Namen Tolbiacum existiert seit dem 1. Jahrhundert v. Chr. Schriftlich fassbar wird sie erstmals für das Jahr 70 n. Chr. bei Tacitus.

Im 2. Jahrhundert entstand hier eine römische Thermenanlage — nach Darstellung des Artikels die besterhaltenen Ruinen dieser Art nördlich der Alpen. Sie sind heute Teil des Museums der Badekultur, des einzigen seiner Art in Deutschland.

Blick über die römische Thermenanlage in den Römerthermen Zülpich
Blick vom zweiten Tepidarium über die Thermenanlage

Wer der Römerzeit in der Eifel weiter nachgehen will: In Nettersheim liegt die am weitesten von Köln entfernte Quellfassung der römischen Eifelwasserleitung, in Mechernich Reste derselben Leitung — und Trier ist der Ausgangspunkt von allem.

Die Schlacht von 496

496 wurden bei Zülpich in der Schlacht von Zülpich die Alamannen vom Frankenkönig Chlodwig I. geschlagen — ein Ereignis, das in der europäischen Geschichtsschreibung ein feststehender Begriff geworden ist.

Burg, Stadtmauer, Seepark

Die heutige Burg wurde Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut. Aus demselben Jahrhundert stammt die Stadtmauer mit ihren vier Stadttoren: Kölntor, Bachtor, Weiertor und Münstertor.

Vom 16. April bis 12. Oktober 2014 richtete Zülpich die nordrhein-westfälische Landesgartenschau aus; das Gelände am See ist geblieben.

Anreise

Der Bahnhof Zülpich wurde 1864 an der Strecke Düren–Euskirchen errichtet. Seit Januar 2023 bestehen von dort wieder Verbindungen im Stundentakt. Nachbarstädte mit eigenen Beiträgen sind Euskirchen und Bad Münstereifel.

Karte

Bildnachweis: Bild Kurkölnische Landesburg Zülpich-0026 von Raimond Spekking, lizenziert unter CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons. Für dieses Portal auf 1920 Pixel Breite verkleinert, sonst unverändert.
Bild im Text: Museum der Badekultur – Blick über die Thermen von Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur, lizenziert unter CC BY 3.0, über Wikimedia Commons. Unverändert übernommen.

Quellen

  • Wikipedia: Zülpich — Einwohnerzahl zum 31.12.2025, Fläche 101,01 km², Höhe 180 m ü. NHN, Kreis Euskirchen, Lage in der Zülpicher Börde, Tolbiacum seit dem 1. Jahrhundert v. Chr. und bei Tacitus für 70 n. Chr., römische Thermenanlage aus dem 2. Jahrhundert und Museum der Badekultur, Schlacht von Zülpich 496, Burg aus der Mitte des 14. Jahrhunderts, Stadtmauer mit vier Toren, Landesgartenschau 2014, Bahnhof seit 1864 und Stundentakt seit Januar 2023

Stand der Angaben: 28.08.2026.

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