Die Oleftalbahn auf einen Blick
- Was: eingleisige, nicht elektrifizierte Nebenstrecke von Kall über Gemünd und Schleiden nach Hellenthal, Streckennummer 2635, rund 17,8 Kilometer.
- Seit wann: eröffnet am 8. März 1884 als Secundairbahn Call–Hellenthal. Personenverkehr 1981 eingestellt, seit 2006 touristischer Betrieb.
- Was 2021 geschah: Das Hochwasser überflutete nach amtlicher Darstellung nahezu 90 Prozent der Strecke. Seither fährt kein Zug mehr.
- Der Stand heute: Die Strecke ist seit Juni 2025 förmlich stillgelegt — und wurde im März 2026 in die Flutschadensbeseitigung der Eifel aufgenommen. Beides zugleich.
- Was eine Reaktivierung kostet: rund 75,5 Millionen Euro nach einer Vorstudie von 2024 — ohne Grunderwerb, Sicherungstechnik, Umwelt- und Denkmalschutz.
- Woran alles hängt: ob die Schäden als Flutschäden gelten. Mit Fluthilfe liegt das Nutzen-Kosten-Verhältnis bei 1,7, ohne bei 0,5. Die Antragsfrist läuft bis Ende 2026.
In Olef fährt die Bahn über den Dorfplatz. Nicht daneben, nicht dahinter — mittendurch, auf Normalspur, zwischen Häusern. So etwas gibt es in Deutschland kein zweites Mal. Seit Juli 2021 fährt dort gar nichts mehr.
Was für eine Bahn das ist
Die Oleftalbahn beginnt im Bahnhof Kall an Gleis 10, angeschlossen über eine Weiche an die Eifelstrecke Köln–Trier. Von dort folgt sie erst der Urft, dann der Olef bis Hellenthal — eingleisig, ohne Fahrdraht, zugelassen für 50 Stundenkilometer. Die Streckenlänge wird mit 17,8 Kilometern angegeben; das Landschaftsinformationssystem KuLaDig nennt 17,569 Kilometer.
Gebaut wurde sie nicht für Ausflügler. 1881 kam sie ins Eisenbahngesetz, am 8. März 1884 ging sie als Secundairbahn Call–Hellenthal in Betrieb — für Steinkohle, für Erzgruben und Hüttenwerke. Neunzehn Betriebe hatten Gleisanschluss. Beim Bau der Urfttalsperre kam das Material bis Gemünd über diese Strecke.
1945 zerstörten Kampfhandlungen Bahnhöfe, Brücken und den Gemünder Tunnel; 1948 fuhr wieder ein Zug. In den 1960er Jahren verkehrten täglich zehn Zugpaare je Richtung. Am 30. Mai 1981 stellte die Bundesbahn den regelmäßigen Personenverkehr ein, trotz Protesten. Der Güterverkehr bis Hellenthal endete am 28. Mai 1994. Danach fuhren noch Militärzüge zur Verladerampe Höddelbusch für den belgischen Truppenübungsplatz Vogelsang; Belgien gab den Platz zum 1. Januar 2006 auf.
Was folgte, war ein zweites Leben. 1995 gründeten rund fünfzig Bürgerinnen und Bürger die Bahn- und Businitiative Schleidener Tal. Ab 1999 übernahm die Rhein-Sieg-Eisenbahn abschnittsweise den Betrieb, ab 2006 fuhren touristische Züge. Am 22. Oktober 2008 ging der Abschnitt Schleiden–Oberhausen wieder in Betrieb, im August 2009 der bis Blumenthal, am 1. August 2010 das letzte Stück nach Hellenthal. Gefahren wurde an allen Sonn- und Feiertagen von Pfingsten bis Allerheiligen, mit einem MAN-Schienenbus VT 9 von 1969 — dem letztgebauten seiner Art.
Anfang der 2010er Jahre stellte die Bezirksregierung Köln die Anlage unter Denkmalschutz: Gleisanlagen, die Bahnhofsgebäude Kall und Blumenthal, der Gemünder Tunnel, die Ortsdurchfahrt Olef, die Panzerverladung Höddelbusch, das Stellwerk Kall.
Die Nacht, nach der nichts mehr fuhr
Die Strecke verläuft im gesamten Verlauf unmittelbar neben Urft und Olef. In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 war das ihr Verhängnis. Der Zweckverband go.Rheinland beschreibt es so:
„Das Hochwasser im Juli 2021 überflutete nahezu 90 % der Strecke und beschädigte Teile der Oleftalbahn, sodass ein Betrieb auf der Strecke nicht mehr möglich war. Nach der Flut wurden Teilbereiche bereits saniert bzw. wieder instandgesetzt. Ein Betrieb zwischen Kall und Hellenthal ist aber nach wie vor nicht möglich, da weitere Streckenabschnitte noch zerstört sind und teilweise Ingenieurbauwerke zurückgebaut wurden (z. B. Eisenbahnüberführung über die Urft).“
go.Rheinland, Mitteilungsvorlage 142/2024
Diese Formulierung ist genauer als das, was man sonst liest. Verbreitet ist die Angabe, „über 90 Prozent“ der Strecke seien zerstört worden; sie stützt sich auf eine Störungsmeldung der Rhein-Sieg-Eisenbahn, die heute nicht mehr abrufbar ist. Ebenso kursiert eine Schadenssumme von 15 Millionen Euro — auch dieser Beleg führt ins Leere. Wir nennen deshalb die amtliche Fassung: nahezu 90 Prozent überflutet, Teile beschädigt, einzelne Bauwerke zurückgebaut.
Zurückgebaut wurde vor allem die Eisenbahnbrücke über die Urft hinter Kall. Ohne sie endet die Strecke kurz hinter dem Bahnhof.
Was eine Reaktivierung kostet — und woran sie hängt
Kreis Euskirchen und go.Rheinland ließen 2023/2024 eine Vorstudie erstellen. Sie prüfte einen Regelverkehr im Stundentakt und rechnete nach dem vereinfachten Verfahren der Standardisierten Bewertung. Vorgestellt wurde sie im Hauptausschuss am 8. November 2024.
| Investitionskosten | rund 75,5 Millionen Euro |
| Darin nicht enthalten | Grunderwerb, Leit- und Sicherungstechnik, Umweltschutz, Denkmalschutz |
| Nutzen-Kosten-Verhältnis ohne Fluthilfe | 0,5 — „gesamtwirtschaftlich nicht sinnvoll“ |
| Nutzen-Kosten-Verhältnis mit Fluthilfe | 1,7 — unter der Annahme, dass rund 60 Prozent der Kosten als Flutschäden abgerechnet werden können |
| Bedingung der Fluthilfe | eine anschließende Betriebsaufnahme |
Die beiden Werte sind keine zwei Bauvarianten. Es ist zweimal dieselbe Strecke — einmal mit und einmal ohne Fluthilfemittel. Die ganze Entscheidung hängt an der Frage, ob der Bund zahlt.
Die Risiken, die die Vorstudie selbst benennt
Bemerkenswert an dem Papier ist, wie offen es seine eigenen Grenzen benennt:
- 57 Bahnübergänge müssten für einen Regelbetrieb geschlossen werden. Die Vorstudie rechnet ausdrücklich mit „öffentlichem/politischem Widerstand“.
- Das Rechenverfahren passt eigentlich nicht. „Bei Überschreitung der Investitionskostensumme von 30 Mio. Euro ist das vereinfachte Verfahren nicht mehr anwendbar.“ Die Kosten liegen beim Zweieinhalbfachen.
- Die Planungskosten sind zu niedrig angesetzt: zehn Prozent nach Verfahrensvorgabe, „realistisch ist ein Wert von mindestens 27 %“.
- Die Unterhaltungskosten sind nicht voll berücksichtigt, was „aktuell zu einem günstigeren Nutzen-Kosten-Indikator führt“.
- Denkmalschutz der Gesamtanlage mit möglichen Zusatzauflagen.
- Planerische Risiken „insbesondere im Bereich der Ortsdurchfahrt Olef und der Tunnelportale“; für den Gemünder Tunnel braucht es ein tunnelbautechnisches Gutachten.
- Die Strecke liegt „nicht vollumfänglich auf Grundstücken des DB-Konzerns“ — Grunderwerb also, in unbekanntem Umfang.
- Die Sicherungstechnik ist noch gar nicht bewertet; sie hängt am elektronischen Stellwerk der Eifelstrecke.
Wer die Liste liest, versteht, warum eine Vorstudie eben keine Machbarkeitsstudie ist. Der Auftrag sagte das auch: „Eine Vorstudie hat noch nicht die Arbeitstiefe, die eine Machbarkeitsstudie bietet.“
Stillgelegt und wiederaufgenommen — was seit 2025 passiert ist
Hier wird es verwickelt, und es lohnt sich, die Reihenfolge zu kennen.
- 7. Juni 2024: Die Rhein-Sieg-Eisenbahn veröffentlicht im Bundesanzeiger ihre Stilllegungsabsicht nach § 11 Allgemeines Eisenbahngesetz.
- 31. Mai 2025: Das Bundesverkehrsministerium teilt mit, dass Mittel aus dem Wiederaufbaufonds für die Trasse ausgegeben werden können — Voraussetzung sei allein ein Antrag der DB InfraGO.
- Juni 2025: Die Rurtalbahn, Betreiberin der reaktivierten Bördebahn, legt ein mehrstufiges Reaktivierungskonzept mit Stundentakt vor. Der Kreis Euskirchen ist auf sie zugegangen: erst Teilstücke, später die ganze Strecke.
- 23. Juni 2025: Das nordrhein-westfälische Umwelt- und Verkehrsministerium gibt dem Stilllegungsantrag statt.
- März 2026: Die DB InfraGO teilt mit, dass „in einer Nachtragsvereinbarung zur Beseitigung der Flutschäden in der Eifel nun auch die Oleftalbahn Kall – Hellenthal aufgenommen“ wurde. DB InfraGO und Eisenbahn-Bundesamt beginnen mit der Schadenserfassung.
- Juni 2026: Die Schadensaufnahme ist abgeschlossen. Die DB InfraGO arbeitet noch „an der Zuscheidung der Flutschäden vom Juli 2021 einerseits und der Notwendigkeit der Instandhaltung der Strecke vor dem Flutereignis andererseits“.
Die Stilllegung und die Wiederaufnahme in die Flutschadensbeseitigung widersprechen einander nur scheinbar. Fluthilfe kann der Eigentümer beantragen, nicht der Pächter — und Eigentümerin ist die DB InfraGO, während die Rhein-Sieg-Eisenbahn nur Pächterin und Betreiberin der Infrastruktur war. Ein Forumsbeitrag aus dem Juni 2025 beschreibt das als Grund für den Rückzug der RSE. Als Erklärung ist das plausibel und passt zu den amtlichen Dokumenten — belegt ist sie damit nicht.
Die entscheidende Frage steht seit Juni 2026 im Raum, und sie ist eine Abgrenzungsfrage: Was an dieser Strecke ist Flutschaden, und was war ohnehin fällig? An dieser Trennlinie hängt, ob das Nutzen-Kosten-Verhältnis bei 1,7 oder bei 0,5 landet. Die Frist zur Beantragung von Fluthilfemitteln läuft bis Ende 2026.
Wer dafür ist und wer dagegen
Dafür: Stadt Schleiden und Gemeinde Hellenthal wollen einen Regelverkehr; sie sind die einzigen beiden Kommunen des Kreises Euskirchen ohne täglichen Schienenpersonennahverkehr. Der Kreis Euskirchen hat die Vorstudie mitbeauftragt und die Rurtalbahn angesprochen. Die SPD Schleiden führt das Mittelzentrum mit Verwaltung, Gericht und Finanzamt ins Feld und wirbt für durchgebundene Hybridzüge bis Euskirchen, Bonn und Köln sowie für Güterverkehr zur Entlastung der B 265. Nach ihrer Darstellung ordnet der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen die Reaktivierung wegen des Fahrgast- und Tourismuspotenzials in die höchste Prioritätsklasse ein.
Dagegen: Die FDP im Kreis Euskirchen hält die Kosten für „mehr als doppelt so hoch wie von den Befürwortern angenommen“, verweist auf die knapp sechzig zu schließenden Bahnübergänge und darauf, dass die Strecke durch wichtige Überschwemmungsflächen im Schleidener Tal führt.
Der Streit ist älter als die Flut. 2006 nahm das Land die Reaktivierung auf Betreiben des damaligen Verkehrsministers aus dem ÖPNV-Bedarfsplan; im Zielnetz 2032 und 2040 des Landes kommt die Oleftalbahn nicht vor. 2008 stritt man über Fahrgastzahlen — der Minister nannte 2,7 Fahrgäste täglich, die Gegenseite hielt das für sachlich falsch. Belastbare Fahrgastzahlen des späteren Museumsverkehrs sind öffentlich nicht auffindbar.
Was das für die Region bedeutet
Für Ausflügler war die Oleftalbahn mehr als ein Verkehrsmittel. Sie war ein Ziel: der Schienenbus von 1969, der Gemünder Tunnel, die Fahrt über den Dorfplatz in Olef. Charterfahrten für Betriebsausflüge und Geburtstage, Anschlüsse zum Besucherbergwerk Grube Wohlfahrt, zur Greifvogelstation und zum Wildgehege Hellenthal, nach Vogelsang, zum Nationalpark Eifel und zu den Talsperren. Von Anfang an war die Bahn Partner des Projekts Rad- und Wanderbahnhöfe Eifel.
Auf der Startseite des Betreibervereins steht seit 2021 derselbe Satz: „Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir vorläufig auf der Oleftalbahn unsere beliebten Saison- und Charterfahrten nicht anbieten können.“
Ein Kontrast dazu, wenige Kilometer weiter: Auf der Eifelstrecke fährt der RE 22 seit Juni 2025 wieder zwischen Köln und Gerolstein, die Erfttalbahn nach Bad Münstereifel ist seit Dezember 2025 vollständig in Betrieb, und zwischen Kall und Nettersheim stehen inzwischen alle 178 Oberleitungsmasten für die Elektrifizierung. Der Wiederaufbau der Hauptstrecken ist weit; die Nebenstrecke wartet.
Und wenn nicht Bahn, dann was?
Im November 2021 wurde in der Lokalpolitik diskutiert, die Gleise abzureißen und stattdessen einen Radweg zu bauen. Ein Antrag, ein Beschluss oder ein Planungsstand dazu ist nicht belegt — und dem stünde der Denkmalschutz der Gesamtanlage entgegen.
Wichtig für die Bewertung: Eine Stilllegung nach § 11 Allgemeines Eisenbahngesetz ist nicht dasselbe wie eine Freistellung von Bahnbetriebszwecken nach § 23. Frühere Stilllegungen der Oleftalbahn wurden „jedoch nicht entwidmet bzw. von Bahnbetriebszwecken freigestellt“. Ob nach der Stilllegung von 2025 ein Freistellungsantrag gestellt wurde, ist nicht belegt.
Was in diesem Beitrag bewusst fehlt
- Die Schadenssumme. Die verbreiteten 15 Millionen Euro stützen sich auf einen Beleg, der heute nicht mehr existiert. Eine amtliche Zahl ist nicht veröffentlicht.
- Fahrgastzahlen des Museumsverkehrs — für keine Saison auffindbar.
- Ob die DB InfraGO Fluthilfe beantragt hat. Belegt ist nur, dass die Schadensaufnahme im Juni 2026 abgeschlossen war und die Zuordnung noch lief.
- Ob eine Betriebsaufnahme nach der Stilllegung von 2025 überhaupt noch fluthilfefähig ist. Die Vorstudie nennt die Betriebsaufnahme als Fördervoraussetzung; wie sich die zwischenzeitliche Stilllegung darauf auswirkt, ist nicht belegt.
- Der amtliche Volltext der Stilllegungsgenehmigung vom 23. Juni 2025. Datum und Inhalt sind über die Fachdatenbank KuLaDig des Landschaftsverbands Rheinland und ein Fachforum übereinstimmend belegt, eine amtliche Veröffentlichung war nicht auffindbar.
Häufige Fragen zur Oleftalbahn
Fährt die Oleftalbahn wieder?
Nein. Seit dem Hochwasser vom Juli 2021 ist kein Betrieb zwischen Kall und Hellenthal möglich. Der Betreiberverein bietet seither weder Saison- noch Charterfahrten an.
Was kostet die Reaktivierung der Oleftalbahn?
Nach der Vorstudie von 2024 rund 75,5 Millionen Euro. Darin sind Grunderwerb, Leit- und Sicherungstechnik sowie Umwelt- und Denkmalschutz noch nicht enthalten.
Warum steht das Nutzen-Kosten-Verhältnis einmal bei 0,5 und einmal bei 1,7?
Das sind keine zwei Bauvarianten, sondern zwei Finanzierungsfälle. Ohne Fluthilfemittel liegt der Wert bei 0,5 und gilt als gesamtwirtschaftlich nicht sinnvoll; mit Fluthilfe bei 1,7, unter der Annahme, dass rund 60 Prozent der Kosten als Flutschäden abgerechnet werden können.
Ist die Strecke stillgelegt?
Ja. Das nordrhein-westfälische Ministerium gab dem Stilllegungsantrag am 23. Juni 2025 statt. Im März 2026 wurde die Strecke jedoch in die Nachtragsvereinbarung zur Beseitigung der Flutschäden in der Eifel aufgenommen — die Stilllegung schließt eine spätere Reaktivierung also nicht aus.
Wem gehört die Oleftalbahn?
Eigentümerin der Infrastruktur ist die DB InfraGO AG, vormals DB Netz. Die Rhein-Sieg-Eisenbahn war Pächterin und Eisenbahninfrastrukturunternehmen; sie führt die Strecke inzwischen nicht mehr unter ihren Infrastrukturen. Den touristischen Verkehr organisierte seit 2008 die Bahn- und Businitiative Schleidener Tal.
Wie viele Bahnübergänge müssten geschlossen werden?
Für einen Regelbetrieb 57 nach Angabe der Vorstudie; in der Presse und in politischen Stellungnahmen ist von rund sechzig die Rede. Die Vorstudie rechnet dabei ausdrücklich mit öffentlichem und politischem Widerstand.
Steht die Strecke unter Denkmalschutz?
Ja, als Gesamtanlage. Geschützt sind unter anderem die Gleisanlagen, die Bahnhofsgebäude Kall und Blumenthal, der Gemünder Tunnel, die Ortsdurchfahrt Olef, die Panzerverladung Höddelbusch und das Stellwerk Kall. Das ist zugleich ein Grund, warum eine Umwandlung in einen Radweg nicht einfach wäre.
Wird stattdessen ein Radweg gebaut?
Das wurde im November 2021 in der Lokalpolitik diskutiert. Ein Antrag, ein Beschluss oder ein Planungsstand ist nicht belegt, und der Denkmalschutz der Gesamtanlage stünde dem entgegen.
Wann fällt die Entscheidung?
Ein Termin ist nicht gesetzt. Die Frist zur Beantragung von Fluthilfemitteln läuft nach Angabe von go.Rheinland bis Ende 2026; bis dahin muss geklärt sein, welche Schäden als Flutschäden gelten.
Was ist an der Ortsdurchfahrt Olef besonders?
Die normalspurige Bahn führt dort über den Dorfplatz — in Deutschland einmalig. Genau dieser Abschnitt zählt in der Vorstudie auch zu den planerischen Risiken einer Reaktivierung.
Weiterlesen
- Die Flut vom Juli 2021 im Urfttal — was in Schleiden und Gemünd geschah, und welche Rolle die Talsperren wirklich spielten.
- Gemünd — der Ort am Zusammenfluss von Olef und Urft, mit Bahnhof an der Strecke.
- Schleiden — Schloss, Urfttalsperre und Vogelsang.
Quellen
- go.Rheinland, Mitteilungsvorlage 142/2024 vom 8. November 2024, „Reaktivierung der Oleftalbahn Kall – Hellenthal; Ergebnisse der Vorstudie und aktuelle Situation“ — Schadensbeschreibung, Kosten, Nutzen-Kosten-Verhältnis, Risikoliste, 57 Bahnübergänge, Antragsfrist.
- go.Rheinland, Mitteilungsvorlage 21/2024 — Auftrag und Reichweite der Vorstudie.
- go.Rheinland, Mitteilungsvorlagen 90/2025, 20/2026 und 40/2026 — Aufnahme in die Nachtragsvereinbarung, Abschluss der Schadensaufnahme, Stand der Eifelstrecke und ihrer Elektrifizierung.
- Wikipedia: Oleftalbahn — Streckenverlauf, Bahnhöfe, Geschichte, Denkmalschutz, Bundesanzeiger-Eintrag vom 7. Juni 2024.
- KuLaDig (Landschaftsverband Rheinland) — Streckenlänge, Denkmalstatus, Flutschäden, Stilllegungsgenehmigung vom 23. Juni 2025.
- Bahn- und Businitiative Schleidener Tal e. V. — Vereinsgeschichte, touristischer Betrieb, Fahrzeug VT 9, Betriebsruhe seit 2021.
- Radio Euskirchen, Berichte vom 4. Juli 2023, 8. November 2024, 5. Juni 2025 und 23. Juli 2025; Radio Rur vom 10. Juni 2025 — Vorstudie, Rurtalbahn-Konzept, Position der FDP.
- Kölnische Rundschau vom 31. Mai 2025 — Mitteilung des Bundesverkehrsministeriums zu Mitteln aus dem Wiederaufbaufonds.
- SPD Schleiden, Beitrag vom 9. Juli 2020 — Argumente für die Reaktivierung, VDV-Einordnung, fehlender SPNV in Schleiden und Hellenthal.
Stand: 8. September 2026. Der Sachstand bewegt sich; maßgeblich sind go.Rheinland, der Kreis Euskirchen und die DB InfraGO.